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Wenn man ein Streifenhörnchen anfasst, ist es ganz wichtig, dass man nicht feste zu packt - noch besser ist, sie gar nicht erst richtig zu packen, denn hierbei kann es sehr schnell zu Quetschungen und inneren Verletzungen kommen. Man kann besser versuchen sanfte Streichelbewegungen über den Rücken des Tieres zu machen oder ihm mit den Fingerspitzen den Bauch kraulen. Hierbei sollte man sich aber bewusst sein, dass das Tier diese Berührungen eher als unangenehm empfindet - Streifenhörnchen lassen sich nicht gerne anfassen und streicheln, dafür sind es die falschen Tiere.

Haltegriff für StreifenhörnchenHäufig hat man den Drang, das Horn auffangen zu müssen, aber man braucht keine Angst zu haben, dass das Hörnchen herunterfällt, wenn es gerade auf einem herumklettert. Ein gesundes Hörnchen fällt nicht herunter. Dafür sind sie zu flink und zu geschickt.
Jedoch sollten zu schnelle und hastige Bewegungen vermieden werden, wenn das Horn gerade auf dem Halter klettert.

WICHTIG!
Das Streifenhörnchen sollte nie am Schwanz angefasst werden! Die Schwanzhaut sitzt sehr locker über der Schwanzwirbelsäule. Diese Schwanzhaut ist sehr dünn und reißt deshalb auch leicht ein.
Ist das passiert, trocknet dieser Teil der Wirbelsäule ein, fällt anschließend ab oder wird vom Hörnchen abgebissen.
Es braucht seinen Schwanz aber zum Klettern und Balancieren.
Wenn man also das Hörnchen auf die Hand nehmen möchte, lockt man es am Besten mit Futter auf die Hand. Ein Festhalten ist nur in den seltensten Fällen möglich - zur Not befreit sich das Tier mit Gewalt und schlägt seine Zähne tief in das Fleisch desjenigen, der versucht es zu packen.

Der "richtige" Haltegriff, welcher das Horn in der Hand fixiert, sollte nur von erfahrenen Tierärzten bzw. den Helfern vorgenommen werden, um das Tier keiner Gefahr auszusetzen. Dieser Haltegriff, auch Nackengriff genannt, stellt das Streifi mehr oder weniger ruhig, wenn er richtig angewandt wird. Die Tierarzthelferin macht ihn, wenn der Tierarzt eine Untersuchung durchführen oder Medikamente ins Mäulchen geben möchte. Auch beim Krallenstutzen oder Abkneifen der Zähne wird dieser Griff bevorzugt angewendet, weil das Tier in dieser Situation halbwegs bewegungsunfähig ist. Dabei wird nicht selten ein Tuch zur Hilfe genommen, um dann möglichst viel Fell am Schultergürtel zu fassen und somit zumindest den Kopf sicher zu fixieren.

Wie die meisten Heimtiere, sind auch Streifenhörnchen extrem stressempfindlich, sodass es bei einer solchen Prozedur zu plötzlichen Todesfällen durch Stress/Schock kommen kann.