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Bevor man sich in einem Hörnchenhaushalt einfach so in den Sessel plumsen lässt, kontolliert man lieber zweimal, ob das Hörnchen sich nicht auf der Sitzfläche befindet oder hinter bzw. unter dem Kissen gerade Futter bunkert.

Wenn man hier nachlässig und unachtsam ist, zerquetscht man das arme Tier und bekommt es möglicherweise sogar nichteinmal mit, bis man es vermisst und danach sucht.

Streifenhörnchen auf SitzmöbelNicht selten nutzen Streifenhörnchen die Gelegenheit des Freilaufs aus, um sich an anderer Stelle ein tolles Nest zu bauen. Hierbei gibt es beliebte Orte, die dem Tier als besonders geschützt erscheinen. Als Beispiele seien hier mal Polstermöbel erwähnt, in die das Hörnchen von unten oder von Hinten mit zwei, drei Bissen durch die Bepannung eindringen kann. Federkerne, nach innen stehende Schrauben, Klammern und Nägel stellen hier natürlich eine große Gefahr dar, aber auch verschluckter Schaumstoff ist neben dem Polsterkleber als äußerst gefährlich einzustufen. Deswegen muss auch hier einmal betont werden, dass der Ort für den Freilauf des Streifis ausgesucht sein möchte, um solchen Gefahren möglichst aus dem Weg zu gehen.

Wandschränke, Kommoden und Regale sind ebenfalls sehr beliebte Einrichtungsgegenstände, die vom Hörnchen ausgiebig untersucht und beklettert werden. Als besonders verlockend gilt hier der Spalt zwischen Zimmerwand und Rückwand des Möbelstückes bzw. der Spalt zwischen Möbelstück und Fußboden. Hier fühlt sich das Tier meistens sicher und es kommt vor, dass es dort längere Zeit verbringen möchte oder sich dort sogar häuslich niederlassen. Richtig gefährlich wird es dann, wenn fest eingebaute Schränke ins Spiel kommen, die man im Notfall nicht mal eben von der Wand rücken kann.

Die kleinen Streifenhörnchen klettern überall herum, wo sie nur hinkommen. Dabei stürzen sie auch öfter ab, was sich ab einer gewissen Höhe als sehr gefährlich darstellt. In ihrem natürlichen Lebensraum werden Stürze durch den Untergrund abgefedert und das Verletzungsrisiko ist entsprechend gering. In der Wohnung allerdings schützt maximal ein Teppich vor gefährlichen Verletzungen, aber selbst dieser Schutz ist eher marginal, wenn der Teppich nicht eine gewisse Stärke aufweist. In vielen Haushalten gibt es aber gar keinen Teppich an den für das Hörnchen gefährlichen Stellen, sondern der Boden ist gefliest oder mit Laminat oder Parkett ausgelegt. Diese Bodenbeläge federn einen Sturz kaum bis gar nicht ab, was teilweise glimpflich ausgeht, aber auch tödlich enden oder Spätfolgen nach sich ziehen kann.

Vorhänge sind ebenfalls ein beliebtes Kletterparadies für die Kleinen Streifis, aber wenn sie oben angekommen sind, ist die Vorhangstange meistens glatt und rutschig. Ein Sturz aus über 2 Metern Höhe ist wirklich nicht zu verachten und zu verharmlosen.

Neben Stürzen von Möbeln und Vergiftungen durch die verarbeiteten Materialien darf man das Risiko der Gefahr des Einquetschens nicht vernachlässigen. Beim unachtsamen Benutzen von Schranktüren und Schubladen kann das Hörnchen eingeklemmt werden. Rollt man mit seinem Bürostuhl oder Sessel hin und her, kann das Hörnchen unter die Räder geraten. Man muss zwingend immer ein Auge auf das Tier haben, wenn es gerade Freilauf genießt.