Besonders im Jahr 2005 ist es häufig vorgekommen, dass (Baum-)Streifenhörnchen schon nach kurzer Zeit beim Halter verstorben sind.

Diese Hörnchen stammten Gerüchten nach aus China. Viele davon litten unter einem Virus, der zu 90% tödlich endete.

Zuerst wirkten die Kleinen quietschfidel, dann aber, ganz plötzlich verschlechterte sich ihr Zustand und sie lagenhäufig schon tot im Käfig bevor man bemerkte, dass sie krank waren.

Es ist in jedem Fall zu raten bei ungewöhnlichem Verhalten, gleich einen Tierarzt aufzusuchen und ihm den Krankheitsverlauf zu schildern.

Die betroffenen Streifenhörnchen wurden häufig in Zoohandlungen erworben. Möglicherweise kamen sie aus einer Massenzucht, wo dieser Virus grasierte.

Uns ist ein Fall bekannt, wo dieser Virus alle Hörnchen der Halterin getötet hat. Sie hielt Baumstreifenhörnchen und hat für eine Weile ein scheinbar infiziertes Notfallhörnchen aufgenommen, welches zuerst verstarb. Danach ging es ihren Baumstreifenhörnchen sehr schlecht, und nach kurzer Zeit sind auch diese verstorben.

Glücklicherweise sind seit längerer Zeit keine Fälle mehr aufgetreten, wo der Virus mit dem plötzlichen Tod eines Hörnchens in Verbindung gebracht wurde.

Es gibt Fliegenarten, die sich auch an Orten wo Kot und Unrat präsent sind aufhalten, welche als äußerst unhygienisch angesehen werden müssen. An diesen Orten ist es den Fliegen möglich, dass sie Keime aufnehmen und diese auf Mensch und Tier übertragen.

Besonders Arten der Familien Schmeißfliegen (Calliphoridae), Fleischfliegen (Sarcophagidae) und Echte Fliegen (Muscidae, z. B. die weit verbreitete Stubenfliege) sind häufig als Krankheitsüberträger einzustufen. Die Maden dieser Fliegen leben als Afallverwerter von toten pflanzlichen und tierischen Substanzen.

Für den Laien ist schwer zu erkennen, welche Fliege diesen Lebensstil pflegt und welche nicht, aber im Grunde hat niemand gerne Fliegen als Haustier und man sollte darauf achten, dass sie nicht ins Haus gelangen.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) hat die Stubenfliege als Überträger der Escherichia coli Bakterien (kurz. E.coli) überführt und den Nachweis von von enterohaemorrhagischen E.coli Stämmen im Darm von Stubenfliegen einer Kinderkrippe nach Ausbruch einer schweren Kolitis bei Kindern dieser Krippe gebracht.

Frisst ein Baumstreifenhörnchen also eine Fliege oder Futter, auf welches eine Fliege gekotet hat, kann es gut möglich sein, dass es von diesen Bakterien befallen wird.

Symptome einer Kolitis sind u.a. Durchfall (Diarrhoe), Darmblutungen und Koliken (starke, wehenartige Schmerzen).

Bemerkt man Durchfall bei seinem Tier, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht und eine frische Kotprobe mit eingereicht werden. Es muss sich nicht um eine schlimme Infektion handeln, aber die Möglichkeit besteht. Durchfall ist immer ein besorgniserregendes Zeichen bei unseren Hörnchen und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Abwarten und Tee trinken ist hier definitiv die falsche Herangehensweise und man sollte lieber einmal zu viel zum Tierarzt fahren, als einmal zu wenig und wenn man nur ohne das Tier fährt, um eine Kotprobe einzureichen.

In der Psychiatrie bezeichnet man Verhaltensweisen oder Bewegungen als Stereotype, die unabhängig von der konkreten Umweltsituation häufig und meist scheinbar sinnlos wiederholt werden.

Oft leiden gerade die Baumstreifenhörnchen darunter, die in zu kleinen Käfigen gehalten werden oder wurden.
Die Hörnchen wissen dann nicht, wohin sie mit ihrer Energie sollen und entwickeln diesen Koller.
Sie laufen dann über längere Zeiträume immer wieder an der gleichen Stelle hin und her.

Man kann versuchen dem Baumi das abzugewöhnen, was mitunter sogar klappt.
Es hilft wenn man den Weg, den das Streifi nimmet um seinen Tick auszuleben, versperrt. Sei es am Gitter indem man einfach von innen ein Brett an der Stelle befestigt oder Äste oder Pappe in den Weg steckt.
Das Horn wird sich eine andere Stelle suchen, die dann auch entsprechend präpariert werden muss.
Die Möglichkeit besteht, dass das Horn irgendwann damit aufhört.

Natürlich sollte der Käfig bei solchen Methoden mit ausrechend Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten (Äste, Röhren, Buddelkiste...) ausgestattet sein damit das Horn seinen Bewegungsdrang ausleben kann.

Hier werden ein paar Mittel oder Geräte aufgezeigt, die man für den Notfall zur Hand haben sollte, denn nicht immer ist der Arzt gleich um die Ecke oder in seiner Praxis direkt zu erreichen.

Die Anwendung dieser Medikamente oder Geräte ersetzen nicht den Besuch beim Tierarzt, sondern stabilisieren den Zustand lediglich kurzweilig oder verbessern ihn vielleicht sogar etwas!

Eine ärztliche Diagnose und Behandlung ist jedoch zwingend nötig.

Zu schnell kann vom Laien eine falsche Diagnose gestellt werden, und die Situation verschlimmert sich, und das oder die Baumstreifenhörnchen sterben an den Folgen.

Deswegen sollte man auch nicht erst im Internet nach einer Lösung suchen und sich von "Hobbydoktoren" möglicherweise tödliche Tipps einholen, sondern sich direkt an den Fachmann, spich: hörnchenerfahrener Tierarzt wenden.

 

  Erkältung

Wenn ein Baumstreifenhörnchen an Durchfall leidet oder eine Erkältung hat, werkelt man nicht lange selbst mit Hausmittelchen rum.

Auf schnellstem Wege ist der Tierarzt aufzusuchen!

Oft wird ein Antibiotikum verschrieben, welches schnell seine Wirkung zeigt und eine kräftigende Aufaubspritze verabreicht.

Mann kann dem Hörnchen unterstützend etwas frischen Kamillentee ins Wasser geben, denn dieser hilft bei der Genesung.

Besucht man den Arzt aufgrund von Durchfall, nimmt man hiervon am besten eine Probe mit, die dann genau untersucht werden kann.

 

  Rotlicht

Oft ist es so, dass Baumstreifenhörnchen die Wärme suchen, wenn sie sich erkältet haben oder einfach krank sind.

Es ist immer hilfreich, wenn man eine Rotlichtlampe zu Hause hat und diese auf einen bestimmten Platz ausrichtet, damit die Hörnchen weniger Energie dafür aufwenden müssen, um die Körperwärme zu halten und mehr Energie für die Genesung zur Verfügung haben.

Man stellt die Lampe in einer Entfernung von ca. einem Meter zum Käfig auf. Es ist darauf zu achten, dass nur ein Teil des Käfigs bestrahlt wird und die Hörner dem Licht und der Wärme auch ausweichen können.

Natürlich ersetzt eine Rotlichtlampe keinen Tierarzt!

Eine verschleppte Erkältung schlägt schnell zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung um.