Es gibt für die Wasserversorgung der kleinen Streifis mehrere Varianten.

Nippeltränke aus Glas mit Schwimmer gegen Eisbildung Nippeltränke aus Hörnchensicht

 

Es ist ratsam, zusätzlich zu den handelsüblichen Nippeltränken, noch einen normalen Napf mit Frischwasser anzubieten. Manche Hörnchen trinken lieber aus dem Napf - andere bevorzugen die Tränken.

Indem man beides anbietet, kann sich das Horn aussuchen, woraus es trinkt und im Falle, dass mal eine Kugel in der Nippeltränke klemmt, kommt das Streifi trotzdem an das wichtige Wasser.

Man sollte darauf achten, dass der Napf nicht so ungünstig steht, dass er ständig z.B. durch Kleintierstreu oder Erde aus der Buddelkiste verschmutzt oder umgekippt werden kann.

Wichtig ist, dass das Wasser wirklich täglich gewechselt wird, denn abgestandenes Wasser trinkt der Mensch auch nicht gerne. Die Gefäße sollten jeden Tag mit warmem Wasser durchgespült werden (hier natürlich auch kein Spülmittel verwenden).

Edelstahlnapf als Wasserstelle

 

Im Winter gibt es ein großes Problem mit den Nippeltränken. Die Röhrchen mit den Kügelchen darin sind aus Metall. Metall ist allerdings ein guter Wärmeleiter und bei zweistelligen Minusgraden gefriert das Wasser in dem Röhrchen sehr schnell. Das Streifenhörnchen kommt also nicht mehr ans Wasser. Kreative Köpfe haben sich etwas einfallen lassen und eine Art Isolationsmantel für die Nippeltränken erfunden. Leider Isolieren die wirklich nur das Fläschchen, aber das Wasser im Röhrchen bleibt ungeschützt gefriert ebenso schnell wie ohne den isolierenden Mantel.

Es bringt übrigens auch nichts, warmes oder heißes Wasser in die Tränken zu füllen. Das Gegenteil vom Gewollten tritt dann nämlich ein. Das warme Wasser gefriert schneller(Mpemba-Effekt).

Am besten man stellt auch im Winter eine Schale mit Wasser zur Verfügung. Wenn das gefriert, kann das Horn immer noch am Eis lecken und knabbern. Zudem sollte auch immer Obst/Gemüse angeboten werden (auch wenn das Tier Winterschlaf hält). Damit führt sich das Streifi ebenfalls Flüssigkeit zu.

 

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Dieses Gefäß sollte nicht zu flach sein, da Streifenhörnchen sehr gerne wühlen, und bei einem zu flachen Gefäß würde dann alles herausfallen.

Das Futter sollte generell einmal täglich gewechselt werden.

innen traenke 01

 

Beim Wechsel ist es sinnvoll gleich den Napf mit warmem Wasser ausspülen (kein Spülmittel verwenden!).

Es gibt tolle Drehplateaus für Volieren mit einer extra Vorrichtung, wo man die Näpfe reinhängen kann. Diese Plateaus haben den Vorteil, dass man nicht die ganze Volierentür öffnen muss, sondern lediglich die Näpfe nach außen drehen kann.

Futterdrehteller für die Hörnchenvoliere

 

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Ein Laufrad hat in einem Streifikäfig nichts zu suchen! Zum einen ist die Haltung beim Laufen (gekrümmtes Rückrad) sehr ungesund und zum anderen werden Streifis nicht selten süchtig danach, immer in diesem Rad zu laufen, um ihrem ausgeprägten Bewegungsdrang nachzukommen. Sie laufen dann viel länger in dem Rad als sie es unter normalen Umständen tun würden, was nicht selten bis zur völligen Erschöpfung fortgeführt wird.
Auch wenn macher Züchter es emfpielt und gerne mitverkaufen möchte, ist dringend davon abzuraten dem Horn ein Laufrad in den Käfig zu hängen.

Außerdem sind bei Benutzung eines Laufrades schlimme Verletzungen keine Seltenheit. Als Beispiele seien hier der abgerissene Schwanz oder gebrochene Knochen genannt.

 

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Für die Häuschen der Streifenhörnchen eignet sich am Besten ganz normales staubfreies Kleintierstreu, das Papier der Küchenrolle oder Toilettenpapier oder Kosmetiktücher (selbstverständlich alles unbedruckt und nicht parfümiert).

aussen nest 02 aussen nest 01

 

Man kann das Papier einfach ein wenig in Fetzen reißen und im Käfig verteilen. Das Hörnchen wird es sich in die Backen stopfen und sein Nest damit einrichten.
Man kann auch alte T-Shirts in kleine Stücke schneiden und diese ebenfalls anbieten - allerdings muss man darauf acht geben, dass sich keine langen Fäden ziehen um die Gefahr zu mindern, dass sich das Kleine möglicherweise Gliedmaße abschnürt.

Über die Verwendung von Hamsterwatte wird diskutiert, aber wir raten ganz klar davon ab, da es eine Gefahr für die Hörnchen darstellt:

Da Hamsterwatte langfaserig ist, können Gliedmaße abgeschnürt werden was wiederum höchstwahrscheinlich zur Amputation führt. Auch wenn es gerne auf die Verpackung geschrieben wird, ist Hamsterwatte nicht vollverdaulich und somit sehr gefährlich. Ein Darmverschluss ist quasi vorprogrammiert. Zudem ist die Erstickungsgefahr sehr hoch.

Es gibt ein Naturprodukt, welches ähnlich flauschig wie Hamsterwatte ist, aber dabei kurzfaserig. Kapokschoten sind bei manchen Streifis sehr angesagt und werden gerne auseinandergenommen. Das ist auf jeden Fall die bessere Wahl wenn man unbedingt ein watteähnliches Produkt im Käfig haben möchte.

 

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